Seitvertreib. Das Leben ist zu kurz, um nicht zu lachen.

Archiv des Tags ‘dokumentation’

BOOKSTORES – Mehr lesen lernen im goldenen Zeitalter der Medien

16. Juni 2019

Die schlechte Nachricht: das Video ist tatsächlich 37 Minuten lang.
Die gute Nachricht: es bereitet ein (vielleicht) trockenes Thema sehr unterhaltsam und informativ auf.
Die Ausgangsfrage für Filmemacher Max Joseph war »Wie kann ich in dieser Welt voller Unter­haltungs­angebote mehr lesen?«. Dafür begibt er sich auf eine (leicht chaotische) Reise zu einigen der schönsten Buchhandlungen der Welt und fragt einige wirklich interessante Leute nach Tipps. Und unter diesen Tipps sind überraschenderweise auch welche, die gar nichts mit dem Lesen zu tun haben.

BOOKSTORES: How to Read More Books in the Golden Age of Content

DirektYoutube

via reddit

Natsuki: The Movie – Life is Balloons (Life in Japan Documentary)

4. Juni 2018

Ich bin ein treuer Zuschauer des Youtube-Kanals Abroad in Japan, deshalb wusste ich natürlich sofort, wer dieser »Natski« (das »u« wird nicht mitgesprochen) aus dem Titel ist, nämlich ein sehr liebens­werter Mensch und einer der regelmäßig auftauchenden japanischen Freunde von »Abroad in Japan«-Macher Chris Broad.

Die beiden waren zusammen auf Europareise (London, Brighton und Paris, was man in einer Woche so schaffen kann) und »Natsuki: The Movie« ist halb eine bezaubernde Doku über die Person Natsuki und halb ein wirklich gut anzuschauender Reisebericht.

Wem fast eine Stunde Movie zu lang ist: Abroad in Japan bietet jede Menge kurze Videos über Japan mit einer guten Portion britischen Humors.

Burnt out and suffering from a mid life crisis, the eccentric Natsuki decides to take an emergency one-in-a-lifetime trip to Europe. Surprisingly, not everything goes according to plan.

Natsuki: The Movie (Life in Japan Documentary)

DirektYoutube

via Abroad in Japan

In der Slowakei gibt es einen Wettbewerb für Totengräber

1. November 2017

Der Wettbewerb wurde von einer Familie von Friedhofs-Totengräbern erfunden, die den Ruf ihres Berufsstands ein bisschen auffrischen wollen. Wer am schnellsten ein 2m x 90cm grosses Grab (wie tief wird leider nicht verraten im Film) mit »Standardwerkzeug« (=Hacke und Schaufel ) schafft, gewinnt.
Und ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Filmemacher wie die Leute von MEL Films es schaffen, aus so einer kleinen Geschichte fünf Minuten beste Unterhaltung zu machen.

The Best Gravediggers in the World

Direktvimeo

via Digg

Eine Kamera-Fahrt durch die letzten 1 1/2 Stunden vor einer Show in der New Yorker Met Opera

2. Juli 2017

Die New York Times hat die Metropolitan Opera besucht und zeigt uns, was da in den letzten anderthalb Stunden vor einer Ballett-Aufführung so passiert. Und zwar nicht in Form einer traditionell zusammengeschnitten Doku, sondern mit einem teilweise gezeitraffertem eineinhalb Stunden langen Spaziergang sprichwörtlich durch die Kulissen der Oper. Sehr gelungen und mit sehr gut gesetzten und unterhaltsamen Anmerkungen dazwischen.

What Happens Just Before Show Time At the Met Opera | The New York Times

DirektYoutube

via reddit

Wieviel Fake in Tierdokus steckt (und warum das keine schlechte Sache sein muss)

25. April 2017

Ausgehend von der Kritik an den sehr offensichtlich im Studio erzeugten Soundeffekten in David Attenboroughs BBC Tierdokureihe Planet Earth 2 wirft Simon Cade von DSLRguide einen Blick auf die Tricks, die die Macher von solchen Dokumentationen einsetzen.
Unter anderem werden da dieselben Techniken angewendet wie bei Realityshows, z.B. Sachen zusammengeschnitten, die eigentlich gar nicht zusammengehören.
Im Fall von Planet Earth 2 kommt Cade aber zum Fazit, dass diese Schummeleien ganz in Ordnung sind, wenn sie nicht zu massiv eingesetzt werden. Denn ohne die dramatisierende Nachbearbeitung würden wir alle wahrscheinlich gar nicht so gerne da zuschauen.

How Nature Documentaries Are Fake

Direktvimeo

via itsrap

Digital Native Messies – Dan hat mehr als 5.000 geöffnete Browser-Tabs

19. April 2017

Gibt es das Messie-Syndrom auch in der digitalen Welt? Der kleine Film vom Magazin The New Yorker hat einige (mögliche) Arten digitalen Hordens aufgespürt, die uns allen in der einen oder anderen Form sicher schon begegnet sind (vielleicht sogar morgens im Spiegel ;-) ).

Ich zum Beispiel kann mich hervorragend in Dan hineinversetzen, auch wenn ich die 5.000 offenen Browser-Tabs noch nicht erreicht habe (allerdings bin ich nur noch 4.971 Tabs davon entfernt).

Millennial Hoarders | Shorts & Murmurs | The New Yorker

DirektYoutube

via reddit

Grandios einfallsreich gemachte Kurz-Doku: Wie Leute Filme sehen – Supporting Film / Voor Film

10. Januar 2017

»Voor Film« von Douwe Dijkstra bebildert auf unterhaltsame Weise Interviews über die Art und Weise, wie Menschen sich Filme anschauen, was sie daran genießen und auch, was sie daran stört. Den Einfalls­reichtum der Macher und die Art, wie sie das Erzählte in Szene setzten, kann man gar nicht hoch genug loben. Wer hätte zum Beispiel daran gedacht, bei einem Gespräch in Gebärdensprache aus den Händen echte Dinge entstehen zu lassen? Das und noch viele andere überraschende Momente gibt es jetzt gleich hier unten zu sehen:

(dramatische Musik) ;-)

(man hört das Klicken einer Maus auf dem Play-Knopf)

Supporting Film / Voor Film

Direktvimeo

via WeAreDN

Adrift – Eine Minidoku über Weltraummüll (sehr, sehr viel Weltraummüll)

29. November 2016

Da fliegt eine Menge menschengemachter Müll rund um die Erde: 16.300 Stücke davon sind größer als 10 cm. 60.000 sind größer als 5 cm, 200 Millionen größer als 1 mm, und (Trommelwirbel!) es gibt eine Billion Teile, die größer als 0,1 mm sind.

0,1 mm hört sich jetzt nicht so gefährlich groß an, aber die Geschwindigkeit, mit der selbst diese Kleinteile unterwegs sind, macht sie so gefährlich:

»Aufgrund der hohen Geschwindigkeit besitzt ein Teilchen mit 1 g Masse eine Energie von 50 kJ, was der Sprengkraft von etwa 12 g TNT entspricht, sodass sowohl das Teilchen als auch das unmittelbar getroffene Material explodieren. […] Selbst Einschläge kleinerer Partikel bis in den Submillimeterbereich können empfindliche Nutzlasten beschädigen oder Raumanzüge perforieren.« (Wikipedia)

Ein spannendes Thema also, aber irgendwie auch sehr trocken (diese ganzen Zahlen!).
Cath Le Couteur and Nick Ryan schaffen es allerdings, diese ganze Müllgeschichte unterhaltsam und sogar ein bisschen poetisch zu erklären – unter anderem mit der Story eines verlorenen Spachtels (»Spatula«) und des immer noch herumfliegenden ersten amerikanischen Satelliten Vanguard:

Adrift (Webseite zum Film)

Direktvimeo

via Sopitas