»Duurt Te Lang - Dauert schon zu lang«, nämlich die Beziehung des Paares aus dem Lied des niederländischen (um mal ganz korrekt zu sein) Hip Hoppers Fit, so lange, dass keiner der beiden mehr die Kraft aufbringt, sich vom anderen zu trennen. Job, Joris & Marieke, die dieses gefühlvoll daherkommende Video zum Song animiert haben, sind sehr rational an ihre Aufgabe herangegangen:
So we had a song about a relationship that’s been too long, it should be ended but neither of them goes through with it and they are stuck with each other. What if we show the domestic fight they are having?
Well that’s a great plan, but we don’t have time to animate two creatures fighting for three minutes! But wait, isn’t this also a song about time? What if we do the whole thing in slow motion, we’ll only have to animate one minute!
Nacho Guzmán montiert eine rotierende Leuchte vor ein Frauengesicht und erzeugt damit überraschend einfach verschiedene Emotionen. Teaser für ein Musikvideo der Gruppe Opale.
Die Musik der Black Spires wird auf ihrer myspace-Seite als Easy Listening beschrieben. Unter Easy Listening hab’ ich mir bisher immer was ganz anderes vorgestellt, aber naja.
Die Musik ist also nicht ganz so mein Ding, aber die kleine (Pavian-)Affenschar, die Kristof Luyckx da hervorgebracht hat, macht das Video auch ohne die Musik zu mögen sehr sehenswert. Weil man ihnen das Musik- und Musikernachmachen einfach abnimmt und Kristof Luyckx der Band beim Üben anscheinend sehr genau über die Schulter geschaut hat (ich würde gerne mal ein Solo des Trommelaffen sehen).
Er hat übrigens auch etwas sehr ansehbares mit Motörhead und einem Pfau angestellt.
Das »electronic duo« Crash and Compute hat für seinen Clip den Bilder- und Videoclipanbieter Getty Images nach den Worten »crashing« und »computing« durchsucht und die gefundenen Clips dann zum Rhythmus der Musik passend zusammengeschnitten.*
Die cleveren Dänen verkaufen die ersten Bilder der jeweiligen Clips als persönliches Cover auf ihrer Website.
Crash and Compute featuring Emil de Waal+ Spejderrobot: New Normal
Ein sehr Walter Moersiger Bandname (alles, was »Käptn« im Titel führt, ist für mich Walter Moersig), ein schickes Lied und ein wirklich gut gemachtes Video mit vielen netten Ideen drin:
Ein Kollektiv zur vertieften Erforschung der sieben Wortmeere. Mit Kontrabass, Gitarre, Betonmischtrommel, Haushaltsartikeln und Geschirr durchsegeln sie den Dickdarm des Hiphop bis in die Nebenvenen des schamanistischen Trash-Funk. Sie jagen Geister, reiten Monster und erobern neue Landstriche des Unsichtbaren. HipHop, Tanz, Exorzismus. Herzlich willkommen in den Fängen der Tentakel.